Fahrt nach Hermannsburg und in die Südheide 2025
Pünktlich um 13 Uhr saßen fast alle Teilnehmer der Fahrt im Bus. Es stellte sich heraus, dass die fehlenden 2 Teilnehmer plötzlich erkrankt waren.
Zunächst steuerten wir den schönen Heideort Hermannsburg an. Der Ort liegt im Herzen der Südheide und verfügt als einziger Ort ohne Stadtrechte über 6 Kirchen. Unser Ziel war das Ludwig-Harms-Haus. Dieses ist nach Pastor Ludwig bzw. Louis Harms benannt, der der Gründer der Hermannsburger Mission war. In dem Gebäude befindet sich nicht nur ein Hotel und das Café, sondern wir fanden auch einen gut sortierten „Eine Welt Laden“ vor, eine christliche Buchhandlung und eben eine aufwendig gestaltete Ausstellung im 1. Stockwerk.
Wir stärkten uns mit Buchweizentorte oder einer Stachelbeertorte. Eine Teilnehmerin hatte Geburtstag gehabt und Herr Burkhard Schoeppe und sämtliche Teilnehmer brachten ein Ständchen, auch Volkslieder wurden im Anschluss gesungen. Ein Teil der Teilnehmer wollte sich nach diesem 1. Teil genauer im Buchladen und im „Eine Welt Laden“ umsehen oder die Sonne im Biergarten genießen. Die anderen Teilnehmer begaben sich zur Tür zum 1. Stockwerk. Dort begrüßte uns der Initiator der Ausstellung, Herr Michael Charbonnier persönlich. Zunächst ging er anhand von Fotos auf die Geschichte der Hermannsburger Mission ein. Hierbei erfuhren wir, dass die Hermannsburger zu den ev. luth. Freikirchen zählen und das kam so:
Der Bruder von Ludwig Harms, Theodor Harms, widersetzte sich der Landeskirche und ihren Vorschriften. Daraufhin wurden er und alle weiteren Pastoren ihrer Ämter enthoben. Mit ihnen verließ auch ein Großteil der Gemeindemitglieder die Landeskirche und sie gründeten schon 1878 eine unabhängige luth. Kirche. Das Ludwig Harms Haus diente als Wohnhaus und als Ausbildungsstätte für die Missionare, die hier auf ihren Dienst in Afrika, Asien oder Amerika vorbereitet worden.
Von der Geschichte der Mission und des Hauses ging Herr Charbonnier direkt über in die neue Ausstellung. Sie besteht aus 6 Räumen. Es geht um Themen, die heute dem Missionswerk wichtig sind, z. B. Armut, Bildung, Kirchenentwicklung, Achtung von Frau und Mann, Frieden, Müll in den besagten Gebieten. Danach bestand noch die Möglichkeit, sich die Ausstellung kurz allein anzuschauen. Wir waren uns alle einig, dass man unbedingt noch einmal wiederkommen muss.
Von Hermannsburg fuhren wir direkt zum Angelbecksteich und in eine schöne Heidelandschaft. Wir entdeckten die Gegend in der Gruppe oder auch allein. Eine Gruppe entdeckte sofort den idyllischen Rastplatz mit Bänken und Tischen und genossen die Sonne und die Heidelandschaft. Andere entdeckten den Rundweg durch die Heide. Entlang des Rundweges standen ja auch Bänke zur Verfügung. Dieser gut 1, 4 Kilometer lange Rundweg mitten durch die Heide und um den Angelbecksteich herum war rollstuhlgerecht und rollatorfreundlich.
Der Bus fuhr pünktlich um 18 Uhr vom Parkplatz wieder ab. Unser Busfahrer entschied sich bei der Rückfahrt noch über Eschede zu fahren und nicht durch Celle.
Am Ende klatschten alle Beifall für den Busfahrer und die ehrenamtlichen Helfer und für den Kirchenvorstand, der ja die Fahrt mit 150 Euro bezuschusst hatte.
Alle hatten einen erlebnisreichen, aber auch sehr anstrengenden Tag hinter sich, als wir kurz nach 19 Uhr wieder unser Gemeindehaus am Distelborn erreichten.
Angelika Vockeroth
Fotos Heideausflug: 












